Herzis.

Wo ist mein Platz?

Erster Tag. Der Klassenraum ist groß. So unheimlich groß! Viele mögliche Personenkonstellationen, Verteilmöglichkeiten. Mein erster  Gedanke: Alles, blos nicht alleine sitzen.
Einsamkeit ist grausam. Jemand, der mich nicht alleine lässt, und mir nicht den kleinsten Hauch einer Chance lässt, in diese tiefdunkle Ecke meiner düsteren Gedanken abzuschweifen, denjenigen zählt es in der Masse zu finden. Ich weiß, dass ich Hilfe bräuchte, doch ich will sie trotz dessen von keinem annehmen. Niemand kommt durch diese Kruste, die fast wie die eines Krebses ist, die sich über die letzten Jahre hinweg um mich herum gebildet hat. Die Schale ist hautfarben.
Zwischen den Menschen sind hohe, farblose Mauern. Wir alle sehen uns nur durch Gitter an, und entscheiden selbst, ob wir den anderen die Tür öffnen, und ihnen mehr von uns preisgeben wollen, als nur eine eingemauerte Seele. Ich möchte nicht.
Obwohl ich weiß, dass es nicht gut für mich ist, nehme ich doch in der hinteren Ecke an der Wand des Zimmers Platz und warte auf einen Menschen, der die Kraft hat meine Mauer zum einsturz zu bringen, und das wertzuschätzen weiß, was dahinter ist.

Kommentare:

  1. du wirst deinen platz finden,
    da bin ich mir sicher,
    es wird ein menschen geben,
    der dich ins herz schließen wirst.
    du wirst
    deinen platz
    in ein herz von einem lieben menschen bekommen,
    bitte zweifel daran nicht.

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  2. ich hoffe einfach jemand hat sich zu dir gesetzt !

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